Recruitingtrends 2016 – Das sagen die Top Personaler!

Recrutingtrends 2016 – Das sagen die Top Personaler!

Erfolgreiches Recruiting von qualitativen Arbeitskräften ist ein entscheidender Faktor, wenn man als Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben will. Doch was genau sind die entscheidenden Recruiting-Faktoren und Trends für das Jahr 2016 aus Sicht der Top-Personaler? LinkedIn hat hierzu eine Studie erarbeitet, in der fast 4000 Top-Personaler befragt worden sind, welche Recruiting Trends für sie im kommenden Jahr entscheidend sind.


Akquisespezialisten sagen aus, dass die Qualität der Neueinstellungen ein entscheidendes Kriterium ist. Um qualitative Arbeitskräfte zu gewinnen, setzen Personaler vermehrt auf eine Stärkung der Arbeitgebermarke. Darüber hinaus wird die Mitarbeiterbindung an ein Unternehmen mit Top-Priorität eingeschätzt.

Beim Recruiting von neuem Personal gibt es einige Hindernisse zu überwinden. Mögliche Hemmnisse können die Angebote der Konkurrenz, die Vergütung und der Standort sein.

Um die Arbeitsleistung von qualitativen Arbeitskräften nach Neueinstellung zu messen, werden von Unternehmensseite einige Maßnahmen unternommen. Bei der Qualitätsmessung der Neueinstellungen wird die Leistungsbeurteilung von den Top-Personalern als wichtigstes Kriterium eingestuft. Als ebenfalls wichtig wird das Messen der Fluktuationsquote von neu eingestellten Mitarbeitern bewertet, sowie die Zufriedenheit der Personalentscheider mit den neu eingestellten Arbeitskräften.

Im Bereich der Personalbeschaffung sind sich die Top-Entscheider einig, dass die Qualität der Neueinstellungen in Zukunft souveräner gemessen werden muss. Nur etwas mehr als ein Drittel der Akquisespezialisten ist der Meinung, dass die Qualität bei der Neueinstellung von qualitativen Arbeitskräften ausreichend gemessen wird.

Bei der Personalbeschaffung hat es allgemein einen Paradigmenwechsel gegeben. Klassische Recruiting-Kanäle wie Zeitungen sind nicht mehr zeitgemäß. Da passt es ins Bild, dass das Recruiting über berufsbezogene, soziale Netzwerke von mittlerweile mehr als der Hälfte der Top-Personaler genutzt wird. Als wichtige Portale sind hier XING oder LinkedIn zu nennen. Die effektivsten Recruitingkanäle sind heute, aus Sicht der Personaler, Online bezogen. Dazu zählen: Allgemeine Stellenbörsen im Internet, wie z.B. jobboerse-direkt.de. Immer wichtiger werden aber, gerade in Angebotsarmen und Nachfragestarken Arbeitsmärkten (z.B. Gesundheitswesen), fachspezifische Jobbörsen, wie z.B. medizinjobs-direkt.de.

Ebenso wird das Schalten von Stellenanzeigen mittels speziellen Jobbörsen auf der Webseite des eigenen Unternehmens oder oder in den sozialen Medien (z.B. Jobbörse auf Facebook) als sehr wichtig angesehen.

Besonder interessant können für Personaler hier vorallem Anbieter sein, die alle diese Funktionen bündeln, um so eine enorme Arbeitserleichterung zu erhalten. Stichwort hier ist: Multichannel Posting.

Employer Branding hat für deutsche Unternehmen bei der Personalbeschaffung einen entscheidenen Einfluss, dennoch setzt man, speziell in Deutschland, eher auf traditionelle Quellen um die Arbeitgebermarke zu stärken. Hier wird noch auf die eigene Webseite oder öffentliche Auszeichnungen gebaut. Weltweit ist man in diesem Punkt schon fortschrittlicher. Berufsbezogene, soziale Netzwerke sind weltweit das wichtigste Tool, in Deutschland steht es nicht einmal auf dem dritten Platz.

Um die Arbeitgebermarke zu stärken ist eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit wichtig. Die interne Festigung der Arbeitgebermarke wird vor allem durch die Bildung von Teams in Zusammenarbeit mit der Marketing-Abteilung generiert.

Wie eingangs erwähnt, hat die Mitarbeiterbindung nach erfolgreicher Personalbeschaffung hohe Priorität. Sie folgt nach dem Recruiting von qualitativen Arbeitskräften auf dem zweiten Platz. Die interne Stellenbesetzung nimmt einen deutlich geringeren Raum ein. Nur etwa ein Zehntel der Befragten versuchen qualitative Arbeitskräfte durch eine interne Rekrutierung zu generieren.

Interne Stellenbesetzungen haben derzeit keine besonders hohe Priorität, doch das könnte sich in Zukunft ändern. Recruiter sollten nach der Einstellung neuer Kandidaten in jedem Fall mit diesen in Kontakt bleiben. So kann es gelingen, den Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem ist diese Art von Recruiting günstiger, als die externe Besetzung.

Die beachtenswerten Trends im Segment der Personalbeschaffung liegen demnach vor allem in der Stärke der Arbeitgebermarke. Von daher sollte die Nutzung von berufsbezogenen sozialen Netzwerken verstärkt werden sowie die Optimierung der eigenen Stellen- / Karriereseiten forciert werden.

Darüber hinaus sind Trends auszumachen, die über das Jahr 2016 hinaus reichen: Wie zum Beispiel Mitarbeiterempfehlungen und die Recruitierung passiver Kandidaten durch Headhunting-Methoden. Dabei steckt bei der Personalbeschaffung immer viel Potenzial in der Qualität von Beziehungen: Die Qualität der Beziehungen zu potenziellen Kandidaten, Partnern und Mitarbeitern kann maßgeblich sein für eine langfristig erfolgreiche Personalbeschaffung.