Brexit: Chance gegen Fachkräftemangel in Deutschland

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Erst wenige Wochen ist es her: das Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich. Doch bereits jetzt ist klar, dass das „Yes“ zum Ausstieg aus der EU das Vereinigte Königreich teuer zu stehen kommen könnte. Vor allem der Arbeitsmarkt auf der Insel steht vor großen Herausforderungen.

Eine internationale Studie der Jobbörse StepStone zum Thema Brexit mit 40.000 Arbeitnehmern aus Großbritannien, Irland und Deutschland zeigt ganz deutlich, dass britische Fachkräfte der Meinung sind, dass der Brexit für die eigene Karriere eher ein Stolperstein sein wird.

So planen inzwischen ungefähr 600.000 britische Fachkräfte ihren Jobwechsel und damit die Fortsetzung ihrer Karriere in einem anderen EU-Land.

Ganz oben auf der Wunschliste der hochqualifizierten Arbeitskräfte: Deutschland.

Immer mehr britische Bürger interessieren sich aufgrund des Brexits für Jobs in Deutschland, wie eine Analyse der Zugriffsdaten auf monster.de zeigt. (Grafik: monster.de)

Immer mehr britische Bürger interessieren sich aufgrund des Brexits für Jobs in Deutschland, wie eine Analyse der Zugriffsdaten auf monster.de zeigt. (Grafik: monster.de)

Bereits eine Woche nach dem Brexit-Referendum stieg der Zugriff auf Stellenanzeigen aus Großbritannien z. B. beim Job-Portal Monster um 44 %.

„Personalentscheider in Deutschland sollten die erhöhte Wechselbereitschaft britischer Fachkräfte für eine gezielte Kandidatenansprache nutzen„, empfiehlt StepStone-Manager Dettmers, „jetzt sei mehr denn je die Zeit, Stellenanzeigen auch auf Englisch zu verfassen und auf entsprehenden Jobbörsen zu platzieren“. Empfehlenswert ist hierbei natürlich die Nutzung entsprechender Recruiting Software wie Maxime HR, welches per Multiposting die Stellenanzeigen zielgruppengenau platziert.

Quelle: obs/StepStone Deutschland GmbH

Quelle: obs/StepStone Deutschland GmbH

 

Brexit könnte für die Wirtschaft Großbritanniens zum Albtraum werden.

Die Abwanderung von Fachkräften, die erwartete Rezession und die Abwertung des Pfund Sterling  durch den Brexit könnte für die Wirtschaft Großbritanniens demnach zum Albtraum werden. Gleichzeitig bietet dieser aber Chancen für Länder wie Deutschland, Frankreich und Spanien.

Die gut ausgebildeten britischen Arbeitskräfte, die ihre Chance auf dem europäischen Festland suchen, könnten helfen, zumindest zeitweise den Fachkräftemangel hierzulande zu lindern.

Auf Chancen auf dem britischen Arbeitsmarkt können Arbeitnehmer wahrscheinlich nicht hoffen. Vor dem Referendum waren auf der Insel rund 1,5 Millionen freie Stellen ausgeschrieben. Schon in der Woche nach dem „Yes“ blieben hiervon nur noch 820 Tausend übrig.

Und damit nicht genug: Knapp 5 % der britischen Unternehmensbosse will schon jetzt Stellen streichen und rund ein Viertel will vorerst keine neuen Mitarbeiter mehr einzustellen. Dies ergab eine Umfrage des Institute of Directors (IoD).